Grundlagen

BOS-Funk: Grundlagen des Sprechfunks

Was BOS-Funk ist, wie der Digitalfunk BOS funktioniert und welche Sprechregeln gelten. Verständlich erklärt für die Sprechfunkausbildung bei Feuerwehr, THW und allen Hilfsorganisationen.

BOS-Funk ist der Sprechfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, also Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Polizei, Katastrophenschutz und die Hilfsorganisationen. Wer Funkübungen plant, sollte die Grundlagen kennen: Netz, Rufgruppen, Meldungsaufbau und die Sprechregeln.

Was bedeutet „BOS“?

BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dazu zählen unter anderem Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, DRK, ASB, Johanniter, Malteser, DLRG, Bergwacht, Rettungshundestaffeln, der Katastrophenschutz sowie die Polizei. Der Sprechfunk dieser Stellen folgt gemeinsamen Regeln, damit organisationsübergreifend sauber kommuniziert werden kann.

Digitalfunk BOS: TMO und DMO

In Deutschland läuft der BOS-Funk heute weitgehend über den Digitalfunk BOS (TETRA-Standard). Wichtig für die Ausbildung sind zwei Betriebsarten:

  • TMO (Trunked Mode Operation): Funk über das Netz mit Infrastruktur, große Reichweite, Gespräche laufen in Rufgruppen.
  • DMO (Direct Mode Operation): Direktbetrieb von Gerät zu Gerät ohne Netz, für die Kommunikation vor Ort, etwa innerhalb eines Einsatzabschnitts.

Kommuniziert wird in Rufgruppen (Sprechgruppen). Für eine Funkübung legst du fest, welche Rufgruppe genutzt wird und wer darin welche Funktion hat.

Aufbau einer Funkmeldung

Eine saubere Meldung folgt einem klaren Muster: Wer ruft wen, gefolgt vom Inhalt und dem Abschluss mit „kommen“. Für Lagemeldungen hat sich ein strukturierter Aufbau bewährt, sinngemäß: Wo ist es, was ist passiert, welche Lage, welche Maßnahmen, was wird nachgefordert.

„Leitstelle von Florian Musterdorf 1, kommen.“
„Florian Musterdorf 1 von Leitstelle, kommen.“
„Verkehrsunfall B 4, Höhe Abfahrt Musterdorf, eine Person eingeklemmt, Menschenrettung eingeleitet, Rettungsdienst nachgefordert, kommen.“

Sprechregeln & Funkdisziplin

  • Erst hören, dann sprechen: Nie in laufenden Verkehr funken.
  • Kurz und eindeutig: Nur das Nötige, klar formuliert.
  • „kommen“ beendet die eigene Sprechpassage und übergibt.
  • „verstanden“ bestätigt, „Frage“ leitet eine Rückfrage ein.
  • „Ende“ schließt das Gespräch ab.
  • Zahlen und schwierige Wörter mit dem Buchstabieralphabet klarstellen.

Genau diese Routinen trainiert eine Funkübung. Wie du sie aufbaust, steht in der Anleitung Wie erstelle ich eine Funkübung?.

Hinweis: Regelungen zu Rufgruppen, Funkrufnamen und Verfahren unterscheiden sich je nach Bundesland und Organisation. Maßgeblich sind immer die Vorgaben deiner Organisation und der zuständigen Stelle.

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Grundlagen üben statt nur lesen

Bau aus diesen Grundlagen eine konkrete Funkübung für deine Einheit.

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